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Fachwerkbauten im Birkenfelder Ortskern
Sonnenblumen zum Selbst-Schneiden am Birkenfelder Ortseingang
Blick über Gräfenhausen
Rastgelegenheit für Wanderer
Birkenfeld - landschaftlich reizvoll gelegen
Drachensteigen auf einer Wiese
Kirschblüte in der Abenddämmerung
Im Birkenfelder Wald
Brunnen & Kirche Birkenfeld
Walderlebnispfad Birkenfeld
Gemeinde Birkenfeld

Ortsgeschichte

Als erste - durch Gräberfunde - nachgewiesene Siedler wohnten auf hiesiger Gemarkung die Kelten (um 400 v.Chr.). Etwa ab 100 n. Chr. gehörte unsere Gegend zum römischen Herrschaftsgebiet: Bau eines römischen Gutshofes an der heutigen Kreuzstraße. Etwa ab 500 siedelten Germanen am Rande des Schwarzwalds: zuerst Alemannen, später Franken. Erst 1302 wird der Flecken Birkenfeld in einem Kaufvertrag urkundlich erwähnt. Wahrscheinlich ist der Ort seit germanischer Zeit durchgängig besiedelt.

1322 wurde Birkenfeld württembergisch. Im selben Jahr stand auch schon eine Mühle, Beweis für eine gewisse Größe des Fleckens. Kirchlich gehörte Birkenfeld bis 1490 zur Pfarrei Brötzingen. 1525 standen in den Ortsteilen Oberdorf und Unterdorf 42 Bauernhäuser, das Pfarrhaus, das Haus des Frühmessners und die 1490 erbaute kleine Kirche, an der Enz die Mühle und im Fuchsloch die Erlachkelter. Schon um 1566 wurde der Schulunterricht eingeführt, 1584 das heute noch erhaltene historische Rathaus gebaut. Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurde der Ort nicht zerstört, aber mehrmals geplündert; die Bevölkerungszahl ging stark zurück und wuchs nach dem Ende des Krieges nur langsam. 1825 zählte man 289 Wohnhäuser und Scheuern und 928 Einwohner. Birkenfeld war ein Bauern- und Weinbaudorf und blieb es auch bis weit in das 19. Jahrhundert. Das 19. Jahrhundert brachte starke Veränderungen im dörflichen Leben. Birkenfeld wandelte sich vom Bauerndorf zur Arbeiterwohngemeinde, der Birkenfelder Bauer wurde zum Goldschmiedsbäuerle.

Einige Daten seien genannt: 1828: Bau einer neuen Kirche im klassizistischen Stil. 1838: Der erste Konfirmand "lernt" in Pforzheim Goldschmied. 1856: Der erste Industriebetrieb im SChwarzloch: ein Zweigwerk der Neuenbürger Sensenfabrik. 1868: Eröffnung der Enztalbahn: Bahnhof Birkenfeld. 1875/1876: Brand und Wiederaufbau der kaum 50 Jahre alten Kirche. Nach 1890: Rege Bautätigkeit und Ausbau des Ortes über den engen Kern des Etters hinaus. Auch die Industrieansiedlung wurde gefördert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde zusammen mit dem Wachsen des Ortes die Birkenfelder Industrie, die traditionell Schmuck und Uhren herstellte, stetig ausgebaut, und Ende der 1950-er Jahre setzte der wirtschaftliche Aufschwung der Gemeinde ein. Heute ist Birkenfeld ein gut situierter Wohn- und Gewerbestandort an der "Pforte" des Nordschwarzwaldes und bietet ca. 5000 Arbeitsplätze. Die gute Verkehrsanbindung (vor allem Nähe zur A8 und B294) hat diese Entwicklung erleichtert.

Als Anfang der 1970-er Jahre im Rahmen der Gemeindereform zahlreiche Zusammenschlüsse und Eingemeindungen entstanden, entschied sich der heutige Ortsteil Gräfenhausen mit Obernhausen für eine Eingemeindung nach Birkenfeld.

Gräfenhausen, das eine vergleichbare Besiedlung und bis zum Beginn des 20. Jh. eine nicht unähnliche Entwicklung wie Birkenfeld hatte, ist urkundlich früher erwähnt als der Hauptort. Schon etwa um 1100 war es eine selbständige Pfarrei und hatte als Mittelpunkt des Gräfenhäuser Kirchspiels eine eigene Kirche, die später erweiterte Michaelskirche, welche sich ihrer römischen Spolien und mittelalterlichen Fresken rühmen darf.

Gräfenhausen, zuerst straubenhardtisch und seit 1422 württembergisch, war eine recht wohlhabende Gemeinde. Die Kelter von 1583, im Frühjahr die Kirschblüte und der den Ort umschließende Wald zeugen von den hauptsächlichen Erwerbszweigen früherer Jahrhunderte: Landwirtschaft, Weinbau und Forstwirtschaft. Doch auch die Industrie fasste in der Gemeinde Fuß. Im "Kirschengäu" gelegen, bilden Gräfenhausen und Obernhausen heute - ebenso wie Birkenfeld - eine liebenswerte Wohngemeinde und bieten auch im Gewerbegebiet und im Handel zahlreiche Arbeitsplätze.