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Aktuelle Informationen

Verwaltungsspitzen wollen Flächennutzungsplan mit offener Kommunikationskultur fortschreiben

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Gemeinsame Strategie für den Nachbarschaftsverband soll planerische Grenzen überwinden

Gemeinsame Pressemitteilung der Stadt Pforzheim und der Gemeinden Birkenfeld, Ispringen und Niefern-Öschelbronn

Der Nachbarschaftsverband Pforzheim (www.nachbarschaftsverband-pforzheim.de) dient als Planungsverband, mit der die Stadt Pforzheim und die Gemeinden Birkenfeld, Ispringen und Niefern-Öschelbronn ihre städtebauliche Entwicklung gemeinsam planen. Im Nachbarschaftsverband erarbeiten sie für insgesamt rund 150.000 Einwohner die Entwicklungsperspektive im Flächennutzungsplan 2035. Dazu wird der derzeit wirksame Flächennutzungsplan von 2005 fortgeschrieben. Der gemeinsame Flächennutzungsplan 2035 stellt für ganz Pforzheim, Birkenfeld, Ispringen und Niefern-Öschelbronn die Ziele der städtebaulichen Entwicklung dar. Bearbeitet werden aktuelle Fragestellungen der Kommunen in der großräumigen Wachstumsregion zwischen der Metropolregion Stuttgart und dem europäischem Verflechtungsraum Oberrhein. Grundlage für die Zielformulierung sind die informellen gesamtgemeindlichen Entwicklungskonzepte der Kommunen der „Masterplan - Pforzheim Zukunft Gestalten", das „Integrierte Gemeindeentwicklungskonzept 2025 Birkenfeld", der „Gemeindeentwicklungsplan Niefern-Öschelbronn 2035" und das laufende Gemeindeentwicklungskonzept Ispringen, die jeweils in einem umfangreichen Beteiligungsprozess erstellt wurden.

Eine gemeinsame Strategie haben sich Birgit Förster, Martin Steiner und Thomas Zeilmeier, die Bürgermeisterin und die Bürgermeister von Niefern-Öschelbronn, Birkenfeld und Ispringen, und Pforzheims Oberbürgermeister Peter Boch als Ziel für den Nachbarschaftsverband Pforzheim auf die Fahnen geschrieben. Münden soll diese Strategie zunächst in der Fortschreibung des Flächennutzungsplans, der dann bis 2035 gelten wird. Dazu haben die vier Verwaltungsspitzen in einem digitalen Workshop-Prozess erste Leitideen zur Lösung lokaler Herausforderungen und eine gemeinsame strategische Ausrichtung der Planungsregion erarbeitet und intensiv diskutiert. Was sich im „Digitalen“ bereits eingespielt hat, gilt es jetzt ins „Analoge“ zu übertragen: Im gemeinsamen Interesse nämlich Gemarkungsgrenzen planerisch zu überwinden. „Der Schlüssel liegt für uns eindeutig in einer guten, offenen Kommunikationskultur“, ist sich Peter Boch sicher, der derzeit den Vorsitz des Nachbarschaftsverbandes innehat. „Und hier haben wir in den vergangenen Monaten echte Grundlagenarbeit geleistet. Jetzt muss es darum gehen, dass wir unsere Gemeinderäte und die Bürgerinnen und Bürger mit auf die Reise nehmen.“

Wie soll neuer Wohnraum und Gewerbe in der Planungsregion mit besonderem Natur- und Landschaftsraum entstehen? Vor dem Panorama der Planungsregion haben Boch, Förster, Steiner und Zeilmeier bei ihrem ersten gemeinsamen „analogen“ Auftritt seit Beginn des Prozesses auf dem Wallberg Einblicke in die gemeinsame Arbeit gewährt und erste Leitideen umrissen. Niefern-Öschelbronns Bürgermeisterin Birgit Förster betonte dabei, wie wichtig das gemeinsame wirtschaftliche Wachstum aller Gemeinden im Nachbarschaftsverband ist, und wünscht sich die gegenseitige Unterstützung bei der Entwicklung der ohnehin knapp bemessenen Flächen auf dem Gebiet des NBV. Birkenfelds Bürgermeister Martin Steiner ergänzte: „Der Verband steht mit der Fortschreibung des Flächennutzungsplanes vor großen Herausforderungen. Nur gemeinsam lassen sich gewerbliche Entwicklungen, Erhöhung der Arbeitsplatzzentralität und Schaffung von bedarfsgerechtem Wohnraum unter Wahrung und Beachtung der Schutztatbestände des Naturschutzes strategisch verwirklichen.“ Und Ispringens Bürgermeister Thomas Zeilmeier hob die unterschiedlichen Größen und die daraus resultierenden verschiedenen Herausforderungen der jeweiligen Verbandsgemeinden hervor und freute sich, dass man gemeinsam eine Strategie auf Augenhöhe erarbeitet habe.

Die Ergebnisse werden in die Ziele des gemeinsamen Flächennutzungsplans 2035 für den Planungsraum Pforzheim, Birkenfeld, Ispringen und Niefern-Öschelbronn einfließen. Eine detaillierte Vorstellung des Arbeitsstands wird es in der Verbandsversammlung am 2. Juli geben.